Kühlung für eine Bohrmaschine

Bevorzugt für eine Tisch-, Ständer- oder Säulenbohrmaschine

Wer öfter Metall oder Naturstein ohne Schlag bohrt, für den ist dieses kleine Kühlsystem eine echte Erleichterung. Ich fand es immer nervig neben dem Bohren ein paar Spritzer Wasser oder Öl auf den Bohrer zu geben, damit er nicht zu heiß wird.

Also habe ich das Problem für mich schnell, günstig und effektiv gelöst. Natürlich kommt hier wieder der Arduino zum Einsatz.

Hier die Teileliste

  • Der Arduino Uno
  • Den IC L293D
  • 2 Potis
  • Eine Wasserpumpe
  • Schlauch für die Wasserpumpe
  • Ein Magnet
  • Kabelbinder
  • Eine Lochrasterplatine
  • Kasten für die Elektronik
  • Gewindestange
  • Metallprofil
  • Ein Kanister
  • Ein Auffangbehälter

Ihr könnt auch andere Materialen bzw. Teile verwenden. Das hier sind nur Beispiele.

Der Schaltplan

Schaltplan Bohrmaschinenkühlung

Mit den Potis bestimmen wir die Intensität der Pumpe und die Pausen zwischen den Pumpvorgängen. Meistens brauchen wir keine dauerhafte Kühlung, daher geht die Pumpe an und macht dann wieder eine Pause.

Der IC L293D könnte auch durch einen Transistor/Mosfet und einer Diode ersetzt werden, da wir in unserem Fall nur eine Drehrichtung benötigen. Der L293D kann zwei Motoren unabhängig voneinander steuern. In unserem Fall dient er dazu, die Spannung von 9 Volt, anstatt von 5 V zuschalten.

Die 9 Volt könnte man auch durch z. B. 12 Volt ersetzen, die dann die Wasserpumpe antreiben. Der IC hat auch Schutzdioden integriert, die den Mikrocontroller vor induktiven Spannungen schützt. Diese entstehen z. B. beim ruckartigen Abschalten von DC-Motoren.

So sieht alles komplett aufgebaut aus.

Die Pumpe befindet sich in einem Wassertank. Der Schlauch wird durch ein Magnet an einem Metallprofil fixiert. So kann man bestimmen, wo das Wasser hin fließt. Das gepumpte Wasser wird mit einem weiteren Behälter aufgefangen. Dort sammeln sich auch die meisten Metallspäne.

Der Arduino-Code

Bohrmaschinenkühlung

In den ersten 5 Zeilen weisen wir den Ein- bzw. Ausgängen Namen zu. Das erleichtert uns das Ansprechen im späteren Verlauf. Danach definieren wir 2 Variablen und weisen den Wert „0“ zu.

Im setup legen wir Pin 3-5 als Ausgänge fest. A0 und A1 sind Eingänge, da wir die Werte von den Potis auslesen.

Kommen wir zum relevanten loop Teil. In der Zeile 23 lesen wir mit analogRead den Wert von unserem 1. Poti aus. Den Wert packen wir in die zu Beginn definierte Variabel pause.  Da wir mit dem analogRead-Befehl nur einen Wert zwischen 0 und 1023 bekommen, müssen wir diesen noch umwandeln. Das übernimmt die map-Funktion mit den 5 Parametern.

Der erste Parameter ist der Wert, der umgewandelt werden soll (pause). 2 und 3 sind der min und max Bereich, in dem sich der umzuwandelne Wert befindet. In unserem Fall 0 und 1023. 4 und 5 geben den neuen Bereich an. Ich habe dafür 0 und 2000 gewählt. In Zeile 37 kann man sehen, dass es sich um Millisekunden handelt.

Das gleiche passiert in den Zeilen 26-27 für den pwm-Poti. Diesmal wird der Wert für die Intensität der Pumpe bestimmt. Der kann per pwm zwischen 0 und 255 liegen. Wobei 0 für 0 V und 255 für 5 Volt stehen.

In den nächsten 2 Zeilen legen wir die Richtung des Motors fest. Da es sich um eine Pumpe handelt, brauchen wir nur eine Richtung, die sich nicht ändert. In der Zeile 31 wird schließlich der pwm Wert für die Pumpe ausgeführt.

Danach kommt eine pause von 500 Millisekunden. Die Pumpe wird abgeschaltet und es kommt unsere einstellbare Pause. Falls der Poti auf 0 steht, schaltet sich die Pumpe nicht ab, da die Schleife wieder von vorn losgeht.

Ich hoffe ich kann einem Hobby-Bastler mit diesem kleinen System eine kleine Erleichterung bereiten.

Hier 3 kleine Videos von dem Kühlsystem.

Bei Fragen schreibt mich gern an;)

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